Forderungen NRW
#Rehazukunftspakt
Unsere Forderungen für das Land NRW
Reha stärkt NRW – Gesundheit sichern, Pflege vermeiden, Fachkräfte erhalten.
Rehakliniken sind ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung in NRW. Sie helfen Menschen nach Krankheit, Operationen oder psychischen Belastungen zurück in Arbeit und Alltag. Sie tragen dazu bei, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder hinauszuzögern, führen die Arbeit der Krankenhäuser in der Anschlussversorgung fort und sichern verlässliche Arbeitsplätze – gerade auch im ländlichen Raum. In NRW stehen dafür 128 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, rund 16.300 Beschäftigte und eine geschätzte Bruttowertschöpfung von ca. 1,34 Mrd. Euro.
Zahlen – Daten – Fakten
der NRW-Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen
(Bezugsdaten aus 2024)
128 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen(1)
19.964
Betten(1)
ca. 16.300
Beschäftigte(2)
1,34 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung(3)
28,4 Tage
Verweildauer(1)
228.996
stationäre Patientinnen und Patienten(1)
6.506.000
Pflegetage(1)
(2) Statistisches Landesamt Information und Technik NRW: Grunddaten der Krankenhäuser: Personal in Krankenhäusern und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen am 31.12. nach Berufsgruppen. Online: https://statistik.nrw/gesellschaft-und-staat/gesundheit/krankenhaeuser-vorsorge-und-rehabilitationseinrichtungen/grunddaten-der-krankenhaeuser-personal-in-krankenhaeusern-und-vorsorge-oder-rehabilitationseinrichtungen-am-31-12-nach-berufsgruppen (abgerufen 08.07.26)
(3) Eigene Berechnung auf Grundlage der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE): Bruttowertschöpfung im Bereich „Dienstleistungen von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen“, Deutschland (10,8 Mrd. €). Online: https://ggrdashboard.bundeswirtschaftsministerium.de/ ;NRW berechnet anhand des Anteils der aufgestellten Betten in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Vorsorgeeinrichtungen-Rehabilitationseinrichtungen/Tabellen/gd-vorsorge-reha-bl.html?nn=210840: (abgerufen 08.07.2026)
Reha stärkt NRW – Gesundheit sichern, Pflege vermeiden, Fachkräfte erhalten.
Reha ist eine Lösung für zentrale Herausforderungen des Landes.
1.
Reha ist ein wirksames Instrument gegen den Fachkräftemangel, weil sie Erwerbsfähigkeit erhält, Ausfallzeiten verkürzt und Erwerbsminderung vermeiden hilft. Wer Menschen durch Rehabilitation zurück in Beschäftigung bringt, stärkt zugleich den Arbeitsmarkt und entlastet die sozialen Sicherungssysteme.
2.
Der Grundsatz „Reha vor Pflege“ muss in NRW konsequent umgesetzt werden. Medizinische Rehabilitation kann Pflegebedürftigkeit verhindern, verzögern oder reduzieren. Damit werden Pflegebedürftige, Angehörige, Pflegeeinrichtungen und Kommunen gleichermaßen entlastet.
3.
Starke Reha-Strukturen setzen die erfolgreiche Behandlung der Krankenhäuser fort. Rehakliniken sichern die Anschlussversorgung, verbessern Behandlungsergebnisse und stabilisieren regionale Versorgungsketten. Damit sind sie ein unverzichtbarer Partner einer modernen Krankenhaus- und Gesundheitsplanung.
4.
Die Qualität der Gesundheitsversorgung in NRW steigt, wenn Versorgung sektorenübergreifend gedacht wird. Akutversorgung, Rehabilitation, Nachsorge, Pflege und ambulante Versorgung müssen besser miteinander verzahnt werden. Gerade an diesen Übergängen entscheidet sich, ob Behandlungserfolge langfristig gesichert werden.
5.
Digitale Reha und digitale Nachsorge können diesen Effekt zusätzlich verstärken. Sie verbessern den Zugang zu rehabilitativen Leistungen, sichern Behandlungserfolge nach dem Klinikaufenthalt und entlasten bestehende Versorgungsstrukturen.
6.
Rehakliniken sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Sie sichern wohnortnahe Versorgung, qualifizierte Beschäftigung, Ausbildungsmöglichkeiten und regionale Wertschöpfung. Wer Reha stärkt, stärkt deshalb nicht nur die Gesundheitsversorgung, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität vieler Regionen in NRW.
Was in der nächsten Legislaturperiode in NRW umgesetzt werden muss, damit Reha diesen Auftrag auch weiterhin erfüllen kann:
I. Reha verbindlich in moderne Versorgungsstrukturen einbinden
Rehakliniken müssen konsequent als Partner der Krankenhausreform und der sektorenübergreifenden Versorgung eingebunden werden. Sie sichern Anschlussversorgung, stabilisieren Behandlungserfolge und können Krankenhäuser wirksam entlasten.
Dafür braucht es verbindliche Strukturen, in denen Akutversorgung, Rehabilitation, Nachsorge, Pflege und ambulante Versorgung gemeinsam gedacht werden. Das Reha-Referat im MAGS könnte hierfür die Federführung übernehmen und sicherstellen, dass Rehabilitation bei landespolitischen Gesundheitsentscheidungen systematisch mitgedacht wird.
II. Reha als Schwerpunktthema der Landesgesundheitskonferenz setzen
Die Landesgesundheitskonferenz NRW bringt die zentralen Akteure des Gesundheitswesens zusammen und ist der richtige Ort, um Sektorengrenzen und strukturelle Hürden in der Versorgung abzubauen. Medizinische Rehabilitation sollte dort als eigenes Schwerpunktthema behandelt werden und die Vertreter der Rehaverbände sollten dauerhafte Mitglieder der LGK sein.
Ziel muss sein, Reha nicht länger nur am Ende einer Behandlungskette zu betrachten, sondern sie dauerhaft in Versorgungskonzepte mitzudenken und einzubinden. So können Krankenhausbehandlung, Rehabilitation, Nachsorge, Pflege und ambulante Versorgung effizient miteinander verzahnt werden.
III. Fachkräfte, Pflege und Ausbildung in der Reha stärken
Rehakliniken leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung – sowohl durch die Wiederherstellung von Erwerbsfähigkeit als auch als Arbeitgeber und Ausbildungsorte. Gerade in der Pflege müssen Rehakliniken stärker in die Fachkräfte- und Ausbildungsstrategie des Landes einbezogen werden.
Das Land NRW sollte Modellprojekte zur Pflegeausbildung in Rehakliniken gezielt fördern. Zugleich muss Reha-Pflege als eigenständiges, anspruchsvolles und attraktives Berufsfeld sichtbar gemacht werden. Denn Pflege in der Rehabilitation bedeutet nicht nur Versorgung, sondern aktive Mitwirkung daran, Menschen zurück in Selbstständigkeit, Alltag und Beruf zu begleiten.itgedacht wird.
IV. Weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen schaffen
Das Rehawesen ist wirksam, weil unternehmerische Freiheit, Spezialisierung und Ergebnisqualität im Mittelpunkt standen. Immer neue Strukturvorgaben, Nachweispflichten und kleinteilige Regulierung gefährden diese Stärke.
NRW sollte sich deshalb konsequent für Bürokratieabbau in der medizinischen Rehabilitation einsetzen. Rehakliniken brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, Entscheidungsfreiräume und Bürokratieabbau, damit Fachkräfte ihre Zeit für Patientinnen und Patientenzuwendung einsetzen können – nicht für zusätzliche Verwaltung
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Wir freuen uns über Ihr Interesse!
